Anfang 2025 kehrte ich für zwei Monate an unsere Schule in Kot’olin auf Westtimor zurück. Seit der Eröffnung waren eineinhalb Jahre vergangen. Am meisten beeindruckte mich, wie viel die Kinder in dieser Zeit gelernt hatten.
Eineinhalb Jahre voller Fortschritte
Als die Kinder zu uns kamen, waren sie gerade einmal vier oder fünf Jahre alt. Inzwischen besuchte die erste Gruppe die erste Klasse, und viele konnten bereits flüssig lesen. Selbst einige Kinder, die noch im Kindergarten waren, konnten schon ganze Sätze lesen.
Ebenso beeindruckend war ihre Handschrift. Ihre Arbeiten anzuschauen und ihnen beim Lesen zuzuhören, gehörte zu den Höhepunkten meines Aufenthalts. Bei diesem Besuch wurden ihre Fortschritte für mich deutlicher als je zuvor.
Unsere Schule steht noch am Anfang, und wir möchten noch viel erreichen. Doch zu sehen, was die Kinder bereits können, ermutigt uns sehr. Diese ersten sichtbaren Fortschritte geben uns Zuversicht, während wir unseren Unterricht weiterentwickeln und die Kinder beim Lernen begleiten.
Ein einfacherer Weg zur Schule
Eine weitere erfreuliche Veränderung bemerkte ich schon auf dem Weg zur Schule: Die Strasse war endlich bis zu unserer Schultür befestigt.
Zuvor waren die letzten zwei Kilometer eine grosse Herausforderung gewesen. Teile der Strasse glichen einem Bachbett, und manchmal brauchte es mehrere Anläufe, um einen besonders schwierigen Abschnitt zu überwinden. Material und Lieferungen zu unserem Standort in den Bergen zu transportieren, war entsprechend aufwendig.
Die Ende 2024 fertiggestellte Strasse erleichtert Fahrten und Lieferungen erheblich. Nach unserer Einschätzung verkürzt sie die Fahrt von Kupang um etwa eine halbe Stunde, obwohl nur ein kurzer Teil der Strecke erneuert wurde. Für den Schulalltag ist das eine bedeutende Verbesserung.

